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-- BOLIVIENS Suedwesten |
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| Don Matías |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 05:54 |
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Anmeldungsdatum: 06.10.2006
Beiträge: 307
Wohnort: Cochabamba/Bolivia
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Hola:
Im Oktober 2007 unternahmen wir eine Reise durch den Suedwesten BOLIVIENS von 2.200 Kilometern mit meinem FJ40, Bj. 1978.
Die Fotos finden sich dort:
http://picasaweb.google.com/lvsaba/TourOct2007
Nachstehend mein Bericht, der allerdings NICHT fuer grosse Abenteurer interessant ist, die nach Neujahr zum eben mal zum Kap Schmidt aufbrechen, den gewoehnlichen Pfingstausflug in die Sahara unternehmen und in den Sommerferien die Seidenstrasse abfahren. (Vgl. wirklich ausserordentlich beeindruckende Berichte in diesem Forum.)
Es gab auch keine gelaendetechnisch "GROSSE NUMMER"!
Eine Reise durch den Suedwesten BOLIVIENS
Ende der ersten Dekade des Oktobers 2007 hatten wir zwei Gaeste aus den U.S.A., Katie/California und Steve/New Jersey, den der Zwang zur Verrichtung der Notdurft gerne zur Unzeit ereilt http://smoothworld.blogspot.com/ . Beide hatten sich via http://www.couchsurfing.com angekuendigt mit der Absicht, im Park MACHÍA in VILLA TUNARI, ~ 160 km von CBB im tropischen Tiefland, als "Volunteers" zu arbeiten.
Der Park MACHÍA ist eine Einrichtung, welche sich der Betreuung des koerperlich, geistig oder seelisch behinderten Tieres (Globalisationsopfer) verschrieben hat; da die betreuten Tiere keine Honorare zahlen, muessen dies die "Volunteers" tun. Bemerkenswert ist, dass gerade Nordamerikaner, die hier beim Einkaufen um Betraege in der Groessenordnung von EURO 0,01 mit den Einheimischen feilschen, bereit sind, fuer ihre Taetigkeit als Hiwis zu zahlen. Ich kommentierte dies mit dem beruehmten Zitat von P.T. BARNUM: "There is a sucker born every minute."
Der Park MACHÍA umfasst ein sehr grosses Freigehege, das man auch fuer einen Obulus besuchen kann; dabei nehmen die Affen den Besuchern das ab, was diese an sich tragen, wie z.B. Kappen oder Brillen, und greifen ihnen in Hosen- und Jackentaschen auf der Suche nach Interessantem und Verwertbarem und teilen auch manchen Biss aus. Mit dem Gefundenen verschwinden sie, es ist fort, verloren, futsch. - Die Anziehungskraft des Parkes liesse sich vielleicht noch steigern, wenn man jedem Besucher beim Abschied eine Urkunde verliehe, die ihn als VOLLDEPPEN (Crétin) nach ISO 9006 (2005) zertifiziert. Die "Volunteers" verdienen unbestrittenermassen den Nobelpreis fuer praktizierte Idiotie.
Nachdem ich beiden mit dieser Email:
"A traveler from Albion observed that there are two
species to be seen in the "wildlife reserve" in VILLA
TUNARI:
1. The monkeys.
2. The volunteers.
Should you make so bold as to go there join the first
group:
A) You don't have to pay for staying there.
B) You will most probably not be malnourished.
C) You will, on average, have less parasites than group 2.
D) Your belongings will not get stolen.
E) You will be in the group that is mentally sane and
could take care of itself - if group 2. would only let
them.
F) Monkeys do not suffer from moral qualms or religious
obsessions.
A more detached observer would indeed remark that, as a
matter of fact, the apes take care of the volunteers -
not vice versa as the volunteers fallaciously
believe."
von ihrem Vorhaben hinreichend deutlich abgeraten hatte, liessen sie auch von ihrer - fast fixen - Idee ab.
Nach einigem Hin und Her, wie sie nun eigentlich ihre Reisen fortsetzen sollten/wollten/koennten, schlug ich am 16. Oktober 2007 vor, gemeinsam (Marlenita, Katie, Steve & ich) eine Reise mit dem FJ40 durch den Suedwesten Boliviens zu unternehmen. Alle waren Feuer und Flamme. - (Nach den zahlreichen Exkursionen < 500 km war ich auch ueberzeugt, in den LAND CRUISER mein volles Vertrauen setzen zu koennen. - Er enttaeuschte uns nie.)
Geplante Route: CBB -> EPIZANA -> TOTORA -> AIQUILE -> SUCRE -> POTOSÍ -> TUPIZA -> (VILLAZÓN) -> TUPIZA -> ATOCHA -> UYUNI -> POTOSÍ -> ORURO -> CBB. (~ 2.000 km.)
Voller Vorfreude nahm Katie am Vorabend der Abreise - wir verspeisten das allwoechentiche Rinderfilet am Stueck, das es vor dem Verderben zu bewahren galt - neben dem Apéritif, dem Rotwein zum Mahle und dem Metabolismusfoerderer FERNET BRANCA (ca. 0,2 Liter) auch noch einige Glaeschen à sechzig Kubikzentimeter WILLIAM LAWSON SCOTTISH GOLD TWELVE YEARS zu sich. Dies verzoegerte anderntags die auf 07:00 Uhr Ortszeit festgelegte Abreise um rund zwei Stunden.
17. Oktober 2007 - CBB - EPIZANA - TOTORA - AIQUILE - SUCRE
Nachdem alles im Automobil verstaut war - Gesamtlast gut 0,4 Tonnen - bunkerte ich wie stets am Ortsausgang CBB Kraftstoff; bei dieser Gelegenheit entledigte sich Katie endgueltig der in ihrem Magen und Verdauungstrakt verbliebenen Restbestaende, um die Reise erleichtert, entschlackt, und wenngleich geschwaecht so doch gefasst anzugehen.
Ueber die bekannte Asphaltstrasse - ein Vogel kollidierte bei ca. 110 km/h lethal mit der Motorhaube - erreichten wir bei km 143 EPIZANA - auftanken - und bei km 157 - ein junger Hund geriet bei 80 km/h unter das rechte Vorderrad - TOTORA, wo alljaehrlich das nationale PIANO-FESTIVAL stattfindet.
An der Mautstation EPIZANA besass ein Polizist tatsaechlich die Unverfrorenheit, die Kopie meines Fuehrerscheins - alle Originale meiner Dokumente befinden sich in meinem Panzerschrank - zu bemaengeln. Die Diskussion konnte mit Bs. zwanzig beendet werden, und mittlerweile verfuege ich ueber ein amtliches Duplikat mit echtem Hologramm - Bs. 100 (~ € 10) fanden ihren Weg in die Gesaesstasche des Zustaendigen in CBBS TRANSITO (Strassenverkehrsamt).
Von TOTORA bis AIQUILE (96 km) geht es ueber "empedrado", das ist Grobpflasterstrasse aus unbehauenen, rundlichen Feldsteinen; mir lag es ob, den Wagen behende mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ~ 60 km/h darueber hinwegtanzen zu lassen. Wir passierten auch die Stelle, an der im November 2005 ein Buschauffeur fuenfunddreissig Dorfschullehrer aus der Region PASORAPA durch unbedachtes Zuruecksetzen zuerst in einen Abgrund von ~ 400 Metern Tiefe und dann allsogleich in den Himmel (?) befoerderte. Ein Gedenkstein in einer Spitzkehre gemahnt ihres herben Schicksals, ein fortdauerndes Kuemmernis des Landstrichs.
Vor AIQUILE ist die Strasse flach und gerade, nur einige betonierte (!), zum Zeitpunkt der Reise trockene, Furten sind zu durchqueren. Eine derselben ging ich mit etwas reichlich Dampf, knapp 100 km/h, an. Der Wagen hob von der abwaerts fuehrenden Rampe ab, um dann ganz kurz vor der aufwaerts hinausfuehrenden Rampe auf die horizontale Basis der Furt aufzuknallen, dadurch katapultierten die voellig komprimierten Blattfedern/Stossdaempfer und die Aufwaertsrampe den FJ40 im Aufstieg weit in die Luft. Ich verzagte nicht, hielt das Volant gerade und blieb auf dem Gas, indessen sich Gepaeck und Passagiere weniger Momente der Schwerelosigkeit erfreuen durften, bis die Schwerkraft die Oberhand gewann, und der Wagen erneut deftig auf die Fahrbahn aufschlug. Fuer Katie war die erste Freude der Schwerelosigkeit kurz, denn sie hatte sich entgegen meiner Ermahnung, die Augen konzentriert auf die Fahrbahn geheftet zu halten, Ohrhoerer eingestoepselt und traeumte, was ein harsches Ende fand, als ihr Schaedel gegen das Dach krachte und sich an ersterem eine Schuerfwunde auftat, deren geringe Blutung melodramatisch links an ihrem Hals hinabrann. - Meinen Warnruf "¡CUIDADO!" hatte sie wegen der Ohrhoerer nicht wahrnehmen koennen.
Steve und Marlenita desinfizierten die Wunde und besaenftigten im Verein mit einigen Eigentraenen Katies aufgewuehltes Gemuet.
Hinter AIQUILE ist der Weg "dirt road" = Piste, festgefahrener Dreck von Steinen durchsetzt; dennoch kann man sich dort mit gut 80 km/h fortbewegen, wenn man die Sinne geschaerft und das Lenkrad mit eisernem Griff umfasst haelt. Ein Huhn geriet zwischen die Raeder und blieb hinter dem Wagen auf der Fahrbahn liegen wie das tote Huhn im Comic Strip.
Siebzig Kilometer hinter AIQUILE kamen wir am PUENTE ARCE - benannt nach dem Praesidenten ANICETO ARCE (1824 - 1906), dem Bolivien sein Eisenbahnnetz verdankte - ueber den RIO CAINE an, der dort die Grenze zwischen den Departamentos COCHABAMBA und CHUQUISACA bildet. Ueber die Bruecke UND WAS??? - BETONPLATTENSTRASE - wie einige deutsche Autobahnen - FAHREN WIE AUF EINEM BILLARDTISCH: VOLLDAMPF VORAUS!
Allein das Glueck, es waehrte nur kurz, bis knapp vor 15 Uhr: Ein kapitaler Erdrutsch hatte die Strasse auf etwa dreihundert Metern versperrt, zwei Bulldozer bemuehten sich nach Kraeften, den vom Erdrutsch geformten Steilhang soweit "einzuebnen", dass eine "stabile", horizontale Gelaendestufe als neuer Weg in den dann abgeflachten Hang gefraesst werden konnte.
Drei Stunden prognostizierter Wartezeit. Und unten floss, aus rund einhundert Meter Hoehe souveraen betrachtet, friedlich und gemach der Fluss...
Dann bemerkte ich in der Schlange der wenigen Wartenden (< 20) einen TOYOTA HILUX 4WD Pick-up mit Seilwinde und flammneuen, grobstolligen Reifen 7,50x16. Auto, Chauffeur und Beifahrer waren Cambas = aus der Stadt SANTA CRUZ DE LA SIERRA, Boliviens Wirtschaftsmetropole. Ich schlug Ihnen vor, den steilen Weg in das etwa einhundert Meter breite, flache Flussbett, in dem das Wasser in etwa zwanzig Metern Breite floss, zu nehmen und dort den Wasserlauf zweimal zu kreuzen; dabei wollte ich, angekoppelt an ihre Seilwinde, vorfahren. Wenn ich nicht durchkaeme, koennten sie mich rueckwaerts herausziehen; kaeme ich durch, sie aber nicht, wuerde ich sie vorwaerts herausziehen. Einfach, praktikabel, einleuchtend. Wir fuhren also ins Flussbett hinab, wobei sich unter unseren beiden Passagieren Katie und Steve eine gewisse Panik bemerkbar machte. Das von oben betrachtet voellig plane Flussbett erwies sich aus der Naehe als von kapitalen Steinen uebersaet und auch etwas schlammig, ausserdem waren Tiefe und Fliessgeschwindigkeit des Wassers deutlich groesser als es von hoeherer Warte aus den Anschein gehabt hatte.
Die Cambas zoegerten nicht lange und stuerzten sich, ohne auf uns zu warten, con brio in die Fluten und erreichten mit etwas Muehe - die Motorhaube des HILUX geriet durch ihre sehr forsche Fahrweise zeitweilig voellig unter Wasser - auch das rettende Ufer. Mir war die Querung mit meiner Pistenbereifung und den noch fehlenden Differenzialsperren (treffen alsbald aus den U.S.A. ein) zu Katies und Steves allergroesster Erleichterung zu riskant. Ich brach den Versuch ab.
Gegen 17:30 h schliesslich war der Behelfsweg hergestellt, und wir hatten freie Fahrt gen SUCRE. Als es dunkelte, endete natuerlich auch der helle Betonbelag und wurde von einer pechschwarzen Asphaltfahrbahn abgeloest, dadurch waren die letzten dreissig Kilometer nach SUCRE etwas schwierig, denn die Strassen weisen hier in aller Regel keinerlei Markierungen auf. Obacht, Augen auf, Konzentration, Tempo reduzieren.
Wir kamen aber um 19:30 h gut im Zentrum SUCRES an und mieteten uns in dem mir bereits gut bekannten HOSTAL SUCRE (~ USD 30/Nacht) ein, waehrend Steve und Katie in einem billigen Alojamiento unterkamen, der FJ40 ruhte sich in der Hotelgarage aus. - Marlene und ich speisten im franzoesisch angehauchten Restaurant MAXIM, dessen Gerichte uns mundeten; allein, dem Service gelang es erst zum Dessert, den Rotwein, den wir zu den Rinderfilets zu goutieren gedachten, beizubringen. Zu spaet. - Wir schliefen wie die Murmeltiere.
18. Oktober 2007 - SUCRE
Marlene und Steve besichtigten die CASA DE LA LIBERTAD http://www.casadelalibertad.org.bo/ , wo 1825 die Unabhaengigkeit des Landes von der spanischen Krone mit Boliviens erster Verfassung besiegelt wurde. Die Californierin Katie brachte dafuer kein Interesse auf.
Marlene und ich nahmen das almuerzo (Mittagessen) im Garten des http://elhuertoweb.net/ ein: Service und Speisen ausgezeichnet, Menue mit Apéritif, Wein, Digestif &c. pp. EURO sechzehn. Katie und Steven wandelten auf den in SUCRE zu bewundernden Fusspuren der DINOSAURIER, die offenbar geraume Zeit vor mir darauf gekommen waren, sich in Bolivien niederzulassen. Dass zirka 65 Millionen Jahre nach ihrem Aussterben ihre Fussabdruecke fortbestehen, spricht fuer einen wahrhaft starken Auftritt zu ihren Glanztagen.
19. Oktober 2007 - SUCRE - POTOSÍ
Um 08:30h morgens brachen wir nach POTOSÍ auf, eine kurze Zweieinhalbstundenetappe von nur 165 km ueber eine sehr gute Asphaltstrasse, Felsen aller Farben, die Gebirgsformationen wie aus einem Geologielehrbuch. Sehr lange, steile Anstiege, die den Einsatz der vollen Motorkraft erforderten und gegen Ende der Fahrt auf der Hochebene vor POTOSÍ ein steifer Gegenwind, der unser Vorwaertsstuermen auf Tempo 110 km/h - bei Vollgas! - reduzierte.
In POTOSÍ fanden wir gegen Mittag rasch das Hotel TURISTA, einen Steinwurf vom Zentrum entfernt, das der Eigentuemer des Geschaeftes COMBER TUNARI - mein Haendler fuer FJ40 Ersatzteile in CBB - fuer uns gebucht hatte, denn das Hotel gehoert seiner Familie ebenso wie die TOYOTA Ersatzteillaeden in POTOSÍ und SANTA CRUZ DE LA SIERRA. Wir hatten ein ordentliches Zimmer mit Bad (€ 20/Nacht) im obersten Stockwerk mit dem CERRO RICO im Zentrum des Panoramas.
Waehrend Katie und Steven wieder eine billige Bleibe suchten, speisten Marlene und ich im EL MESÓN (= "Die Tafel"), dem ersten Restaurant am Platze: " El Mesón Restaurante
Siempre citado en las guías de viajes de todo el mundo. Visitado no solo por miembros de la Familia Real de España o David Rockefeller, personalidades del mundo entero suman la lista de quienes se han sentado en sus mesas.
Dirección: Plaza 10 de Noviembre - esq. Linares y Tarija" ( http://www.boliviacontact.com/Restaurantes_Potosis.html ), € 12 insgesamt. Waehrend wir auf unsere Gerichte warteten, traf eine Gruppe von etwa zehn Franzosen ein, die sich auf einer organisierten Andentour auf Enduro Motorraedern befand, alle mit schweren Helmen und martialischen Harnischen und gruendlichst in Andenstaub paniert. ¡Muy macho!
Nachmittags besuchten Marlene, Katie und Steven die mir bereits bekannte CASA DE LA MONEDA http://www.casanacionaldemoneda.org.bo/ wo aus dem Silber des CERRO RICO Muenzen fuer die spanische Krone geschlagen wurden, die deren Koffer mit ungekanntem und historisch vielleicht einzigartigem Reichtum fuellten - der in sinnlosen Kriegen vertan wurde, Sr. Bush.
20. Oktober 2007 - POTOSÍ
Steve und Katie wagten sich in die Zinnminen, Marlene und ich bezwangen mit dem FJ40 den CERRO RICO (Gipfel 4.800 m ue. NN) und eine benachbarte Gebirgskette - recht schwierige Wegeverhaeltnisse, 4WD, Gelaendeuntersetzung, erster Gang, Kraftstoffverbrauch fast 44 Liter pro 100 Kilometer... Grandiose Ausblicke. Wir ebenso wie die Maschine, die ihre Leerlaufdrehzahl mit steigender Hoehe deutlich reduzierte, spuerten wir die sprichwoertlich duenne Luft in Hoehen ueber 4.000 Metern, selbst der perfekt trainierten Marlene blieb dieselbe weg. Bei Sonnenuntergang suchte ein heftiger Hagelschauer POTOSÍ heim.
21. Oktober 2007 - POTOSÍ - TUPIZA
Aufbruch nach TUPIZA (2.950 m ue. NN). Wie so oft faengt alles bestens an, Asphaltstrasse, gutes Vorankommen, keine Hindernisse, doch alsbald nach der Abzweigung in Richtung TARIJA in KUCHU INGENIO Piste wie bekannt. Staub, viele harte Schlaege fuer Mensch und Maschine. In SANTIAGO DE COTAGAITA, wo ich auftanken wollte, gab es zwar Benzin und Elektrizitaet, die Pumpe der einzigen Tanksaeule war jedoch defekt; falls die Fachkenntnisse der Reparateure ihrem Werkzeug entsprochen haben sollten, ist sie dies heute noch. Angesichts unserer Reserven von gut 45 Litern Kraftstoff in zwei Kanistern jedoch kein Problem, der Inhalt des 20 L Kanisters wurde in den Tank entleert und weiter gings. Doch nicht allzu weit, denn nach rund zwanzig Kilometern diagnostizierte ich ein unpraezises Fahrverhalten auf der Hinterhand, hielt an und erblickte einen Plattfuss hinten links, dessen Ursache ein tueckischer Nagel war, der sich trotz deren Dicke durch die Laufflaeche gebohrt und den Schlauch perforiert hatte. Also Radwechsel, einfach, einige Wolken spendeten uns ausserdem gluecklicherweise gerade in diesem Moment Schatten. - Fuer aeusserste Notfaelle fuehre ich auch (ausser ALLEM, was mir in unserem Forum empfohlen wurde + Wasserpumpe + Benzinpumpe und einigem mehr) zwei Ersatzschlaeuche, Montiereisen und einen Kompressor mit.
Eine Stunde spaeter trafen wir in TUPIZA ein, das von ausserordentlicher landschaftlicher Schoenheit ist, im Tal de RIO TUPIZA gelegen ist es von schroffen Gebirgsformationen und bruesken Felsen umstellt. Bei Ankunft in TUPIZA gab es zwar Benzin, und die Tanksaeulen waren funktionstuechtig, jedoch fehlte die Elektrizitaet, das Auftanken musste aufgeschoben werden. Wir nahmen ein verspaetetes Mittagessen zu uns und fanden Logis fuer uns und den FJ40. Beim Ausladen vor dem Hostal (€ 7/Nacht) konstatierte Marlene allerdings, dass nun der Reifen des rechten Hinterrades fast platt war. Wir schlossen den Kompressor an und pumpten den Reifen notduerftig auf, um die zweihundert Meter zu dem bewachten Abstellplatz zurueckzulegen. Da es Sonntag war, hatten alle Gomerias geschlossen, TUPIZA ruhte, und wir taten es ihm nach einer langen, erloesenden Waschung unter der Dusche gleich.
22. Oktober 2007 - TUPIZA - VILLAZÓN
Montagmorgen, Fruehstueck und Abmarsch zu Abstellplatz, der rechte Hinterreifen liess sich nicht mehr aufpumpen, die zustroemende Luft entwich nun sogleich. Beide Hinterraeder mit Taxi zur Gomeria geschafft, wo die Reifen demontiert, die Schlaeuche geflickt und schliesslich alles wieder zusammengesetzt wurde. Preis: EURO 1,20. Die Reifen werden uebrigens auf der Seite des Sprengrings mit wohlgezielten Hieben mit der flachen Schneide einer Spitzhacke ( http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5c/Spitzhacke_Claes_Oldenburg_documenta7.jpg/450px-Spitzhacke_Claes_Oldenburg_documenta7.jpg ) vom Sprengring der Sprengringfelge geloest.
Der Taxichauffeur, der wartete und uns nebst Raedern dann nach einer runden Stunde wieder zum FJ40 auf dem Abstellplatz zurueckbrachte, verlangte EURO eins als Honorar, das auch das zweimalige Ein- und Ausladen der staubigen Raeder inbegriff.
Marlene, Katie und ich fuhren dann rund einhundert Kilometer nach VILLAZÓN, denn ich hatte mir in den Kopf gesetzt, diesen Grenzort zu Argentinien unbedingt zu sehen, und Katie beabsichtigte, von VILLAZÓN ueber SALTA nach BUENOS AIRES per Bus zu reisen. Steve suchte indessen in TUPIZAS Umgebung das Glueck der Erde auf dem Ruecken der Pferde, eine fuenfstuendige Reittour mit Fuehrer, die ihm anderntags eine allergiebedingte Rotzitis hoch drei eintragen sollte, von der er sich so bald nicht erholte, er intonierte fortwaehrend einen Psalm von Husten, Schnueffeln, Niesen, Rotzen, Schneuzen und Keuchen.
Hinter TUPIZA durchfaehrt man eine wildromantische Felsschlucht, faehrt ein paar Kilometer in einem um diese Jahreszeit trocken Flussbett flussaufwaerts und gelangt nach Querung der noch in Betrieb befindlichen (!) Eisenbahnlinie ORURO - UYUNI - ATOCHA - TUPIZA - VILLAZÓN auf ein Hochplateau, das sich bis zum Horizont erstreckt. Leider ist die weitgehend gerade Strecke eine Bilderbuchwellblechpiste (corrugated road, calamina, serrucho oder " la route où tôle ondulée et sable font bon ménage" wie sich http://www.cheminsdumonde.net/site/_etape_index.php
ausdrueckten), die entweder mit weniger als 15 km/h oder mit mehr als 70 km/h zu befahren ist. Zwischen 30 km/h und 60 km/h springt der Wagen kaum kontrollierbar ueber die Fahrbahn, also zuegig beschleunigen, um in die "Zone der Ruhe" zu gelangen. Mit 80 km/h bis maximal 110 km/h ist man gut unterwegs. - Katie und Steve, die an die nordmerikanischen Geschwindigkeitsbegrenzungen von 80 km/h bis 120 km/h (je nach Bundesstaat) fuer Eins A asphaltierte Highways gewohnt waren, floessten die dirt road Etappen stets Furcht und Schrecken ein, letzteres insbesondere dann, wenn ihr Gesaess im Gegensatz zur Schaedeldecke, die das Dach (von innen) touchierte, keinen Kontakt mehr zum Sitz hatte.
Wir kamen heil und wiederum staubpaniert in VILLAZÓN an und fanden eine mit Konterbande randvolle Stadt vor. Die Warenfuelle ueberwaeltigt Auge und Gemuet. Wir nahmen ein schlichtes und schlechtes Mittagsmahl zu uns, Katie besorgte sich schnurstracks das Busticket nach SALTA, Marlene brachte fuer zukuenftige Reisen die Grenzformalitaeten fuer die Einreise nach ARGENTINIEN in Erfahrung, dann quartierten wir uns im ersten Haus am Platze, dem OLIMPO (!), ein (USD 30 mit Garagenplatz).
Zum Abdecken unseres Gepaecks gegen den alles penetrierenden Staub kaufte ich fuer zwoelf EURO eine 4,1 Kilogramm schwere, gebrauchte, handgewebte Wolldecke (quechua: P'ullu), 158 cm x 195 cm = 3,08 qm, d. h. 1,33 kg/qm, die sprichwortliche "schwere Qualitaet". Ausserdem ergaenzte ich mein Sortiment der Alpacapullover um drei weitere Exemplare (EURO fuenf pro Stueck), die in UYUNIS, POTOSÍS und ORUROS abendlicher Kuehle auch alsbald zum Einsatz kamen.
23. Oktober 2007 - VILLAZÓN -TUPIZA - SAN VINCENTE - ATOCHA - UYUNI
Wir brachen frueh auf und nahmen den Rueckweg nach TUPIZA in Angriff, wo wir Steve aufgabelten, gemeinsam fruehstueckten und dann beschlossen, den Weg nach SAN VINCENTE (4.500 m ue. NN) einzuschlagen, wo BUTCH CASSIDY und SUNDANCE KID ihr Ende im Kugelhagel der bolivianischen Armee fanden. Die Story wurde mit ROBERT REDFORD und PAUL NEWMAN sehr schoen verfilmt.
Nach der Landkarte und einer Skizze, die uns im Hotel ueberlassen wurde, konnte es nicht allzu weit sein; schliesslich waren es 102 Kilometer und geschlagene vier Stunden Fahrzeit bis SAN VINCENTE. Einzigartige Panoramen und Bergansichten waren der Lohn. Leider ist SAN VINCENTE heute nur ein Bergarbeitercamp der PAN AMERICAN SILVER BOLIVIA mit einigen Baracken, nichts Altes ist erhalten, einzig ein Xenotaph erinnert an die beiden beruechtigten Gauner.
Fuer die Strecke nach ATOCHA avisierten uns die Kontrollposten der PAN AMERICAN SILVER vier Stunden Fahrzeit, das waren allerdings LKW-Stunden. Wir brauchten fuer die 68 km teilweise aeusserst schlechter Strecke zweieinhalb Stunden, Schnitt ~ 27 km/h. Zu unserer Ueberraschung schloss sich an den engen, steinigen Gebrigspfad, auf dem wir zumeist eine Schlucht hinabstiegen, eine breiteres Tal an, in dem wir auf einer Sandpiste wie in der Wueste zu fahren hatten. Die "Wueste" ging dann in ein nicht ganz trockenes, weites Flusstal ueber, und wir waehnten die Zivilisation nahe. Aus dem Nichts tauchte ein Pick-up auf, dem wir Zeichen gaben anzuhalten, damit Marlene die Insassen nach dem Weg nach ATOCHA und zur naechsten Tankstelle befragen konnte. Wir sollten ihm einfach nachfahren. An einer Stelle, wo dies niemand vermutet haette, wies er uns den Weg nach links, wo wir die Uferboeschung zu erklimmen hatten. Er fuhr geradeaus weiter, und vor uns lag nach Erreichen des "Festlandes" linker Hand, buchstaeblich "in the middle of nowhere", die Tankstelle ALLITA. Absitzen, volltanken, Erleichterung verschaffen, weiter!
Nach wenigen Kilometern geriet kurz vor 17 Uhr das an einen Westhang geklebte ATOCHA ins Blickfeld, wo sich "unser Fluss" mit einem groesseren vereinigte, dessen Wasserlauf wir zu durchfahren hatten. Keine Schwierigkeit. Vorbei an ATOCHAS in Betrieb befindlichem (!) Bahnhof ging es wieder in die Berge und alsdann wieder in eine kleine Sandwueste mit etlichen Duenen, dort vermochte ich den Wagen nur mit Vierradantrieb zu beherrschen, denn der Sand packt unabhaengig vom Lenkeinschlag gerne die Hinterhand des Wagens, um ihn in die Richtung zu zwingen, welche der Chauffeur zumeist am wenigsten einschlagen moechte.
Langsam sank die Sonne und die Sichtverhaeltnisse wurden schlechter und schlechter, nach der Blendung von vorne links, wir fuhren ziemlich genau Richtung NW, kam die Daemmerung, und ich forcierte die Gangart soweit irgend moeglich, um nicht bei voelliger Dunkelheit fahren zu muessen, denn der Weg war ein Potpourri von Wellblechpiste, kapitalen Schlagloechern und grossen Sandbecken, gegen die Aquaplaning das pure Vergnuegen ist. Um den Wagen besser in der Gewalt zu haben, griff ich auf den dritten Gang zurueck und wir bretterten con fuoco mit gut 80 km/h ruecksichtslos ueber die Piste, wobei uns die in der Ferne sichtbar werdenden Lichter UYUNIS zusaetzlich befluegelten. Steve nahm haeufig die in Flugzeugen fuer Faelle der Notlandung empfohlene Koerperhaltung - Kopf zwischen die Kniee, Unterschenkel mit Armen umschlingen - ein. Der FJ40 war der Einzige bis dahin voellig Ungeruehrte, Starrachsen an Blattfedern stecken eben jéden Schlag stoisch weg.
Mit dem ernstlich allerletzten Buechsenlicht erreichten wir um 18:50 h Ortszeit die Stadtgrenze von UYUNI (3.650 m ue. NN), die laut Karte 82 Kilometer waren in Wirklichkeit 110 Kilometer, und suchten sofort nach dem Busbahnhof, denn Steve wollte den 20-Uhr-Bus nach LA PAZ ueber ORURO erreichen. Rangierarbeiten auf Gleisen, die wir zu queren hatten hielten uns gut zehn Minuten auf, die Zeit rann.
(In einem Wettbewerb der haesslichsten Staedte unserer Galaxis wuerden UYUNI und EL ALTO wegen Profistatus uebrigens nur ausser Konkurrenz zugelassen.)
Marlene fragte wieder nach dem Weg und dann: FJ40 Motor und alle Lichter schlagartig AUS! Ich untersuchte zuerst die Kontakte am Hauptschalter, den ich einsetzen liess, um wie in Flugzeugen und in Ralleyfahrzeugen die Batterie vom Bordnetz zu trennen. Hauptschalter okay.
Motorhaube auf, Blick auf Batterieanschluesse, aha, der Polschuh am Minuspol hatte sich gelockert, mit Schweizer Offizierstaschenmesser festgezogen. Weiter! - Ein Glueck, denn ich hatte bereits befuerchtet, dass infolge der unzaehligen derben Erschuetterungen Batterieplatten geborsten seien, und die Batterie so einem inneren Kurzschluss = Exitus erlegen sei.
Busbahnhof erreicht, Marlene findet gleich um die Ecke ein Hostal (€ 7,5/Nacht Zimmer + "Garage") mit geraeumigem Innenhof, der als Abstellplatz fuer den FJ40 dient, gebucht und sofort bezahlt, von Steve verabschiedet, eingecheckt, abgeladen. 408 Tageskilometer in elf Stunden reiner Fahrzeit - fuer heute reicht es definitiv. Der FJ40, wir und das Gepaeck wie sorgsam, gruendlichst und mehrfach in feinsten Erdmehl gewaelzt.
Dann begaben wir uns zum Abendessen in eine reine Touristenbar namens LOS CACTUS. - UYUNI wird von allen angelaufen, die den groessten Salzsee der Erde, den SALAR DE UYUNI, mit ~ 12.000 qkm Flaeche (das ist ungefaehr die Haefte Hessens) erkunden moechten. -
LOS CACTUS war uns vom "Hotelier" empfohlen worden, um dort das Abendessen einzunehmen, das keiner weiteren Erwaehnung wuerdig ist. Bemerkenswert war allerdings ein von LOS CACTUS ausgeschriebener Wettbewerb, bei dem es galt, in minimaler Zeit sechs Mischgetraenke à 0,06 Liter aus verschiedenen hochprozentigen Schnaepsen und Likoeren und zwei ebenfalls mit Schnaepsen/Likoeren versetzte Biere à 0,3 Liter den Schlund hinunterzustuerzen. Zwei junge Iren machten sich, ihre Nationalehre wacker verteidigend, anheischig, den Rekord eines Australiers vom Vorabend ( ~ zwei Minuten) zu brechen, was dem einen der beiden auch in der fabelhaften Zeit von einer Minute und neun Sekunden gelang.
Sein Befinden, er hatte den zum Reihern bereitgehaltenen Eimer verschmaeht, verschlechterte sich doch bereits kurz nach seiner Grosstat zusehends, sein Kopf gluehte, der Atem keuchte, die Sprache stockte, das Auge ward glasig, das Gleichgewicht ging verloren. Wir, muede, wollten nicht Zeugen alles Folgenden werden und gingen zum Hotel zurueck, wo wir momentan einschliefen.
24. Oktober 2007 - UYUNI - POTOSÍ
Heute lag die als Boliviens schoenste bezeichnete Nationalstrasse #701 von UYUNI nach POTOSÍ vor uns. Wieder eine dirt road jedoch in recht passablem Zustand und sicher auch der weitesten Anreise wert.
Schilderungen und selbst Fotografien vermoegen die Andenlandschaft nur sehr unzureichend wiederzugegeben; die bis zum Horizont gestaffelten Bergketten (Cerros), von denen man rings umgeben ist, scheinen wie gewaltige Meereswogen aus der Ferne auf den Betrachter zuzurollen, und ihre Ausdehnung erscheint wie die des Meeres Furcht einfloessend unendlich, indessen alles in der Naehe fortwaehrend Gestalt und Farbe aendert.
Wir bewaeltigten die 225 Kilometer von UYUNI nach POTOSÍ in fuenf Stunden normaler, kommoder Fahrt, wobei wir kurz vor POTOSÍ wegen Strassenbauarbeiten laenger aufgehalten wurden. Die Strecke soll mit erschnorrten Geldern fuer den Tourismus ausgebaut und asphaltiert werden, was wahrscheinlich spaet oder nie passieren wird, weil erwaehnte Gelder naturgesetzlich und somit unabwendbar entlang magischer magnetischer Kraftlinien ihren Weg in die Taschen der jeweiligen Regierungsmitglieder nehmen.
Nach der doch sehr einfachen Unterkunft zu UYUNI, sagte ich zu Marlene, dass wir nun in POTOSÍ in der besten Suite des allerersten Hotels am Platze logieren sollten, dem COLOSO POTOSÍ HOTEL http://www.potosihotel.com/principal2/index.htm . Dies wurde nach Ankunft in der Stadt allsogleich hurtig in die Tat umgesetzt, denn wir waren erneut einer vedischen Reinigung beduerftig, zu der eine GROSSE Duschbadewanne, ausserordentlich viel heisses Wasser und Staub-Russ-Fett-Oel-Verkrustungen loesende Seifen erforderlich sind.
Das opulente Abendessen im Restaurant des COLOSO war gut, leider ist die Einrichtung des Speisesaales "kantinoes", und der Laerm Betrunkener belaestigte uns des Nachts in der zur Strasse gelegenen "COLOSO SUITE". (Total COLOSO ~ € 80.)
25. Oktober 2007 - POTOSÍ - ORURO
Diesmal lag eine einfache Strecke vor uns, 336 Kilometer gut ausgebaute Asphaltstrasse, davon die ersten ~ 200 Kilometer hochalpin und ebenfalls hinreissend schoen - unser japanischer CASIO Weicheihoehenmesser (hier: "altímetro del maricón") zeigte zumeist "– – – –" an, denn alle Hoehen ueber 4.000 m sind ihm nicht geheuer. Ab CHALLAPATA (3.605 m ue. NN) befindet man sich bereits auf dem ALTIPLANO, das sich von dort bis LA PAZ und bis zum LAGO TITICACA erstreckt, es ist die groesste Hochebene der Erde. Die Strecke ist dementsprechend eben und zumeist gerade und man kommt recht flott (120 km/h bis 140 km/h) voran. Sofern man Kraftstoff hat. CHALLAPATAS einzige Tankstelle, an der wir gegen 13 Uhr vorfuhren, verfuegte zwar ueber Benzin, und auch die Tanksaeulen funktionierten im Prinzip, es war allerdings wie zuvor in TUPIZA keine Elektrizitaet verfuegbar, und die Prognosen liessen das Ende des Stromausfalls erst gegen Abend erwarten. In Anwendung von SCHILLERS Ratschlag "Der kluge Mann baut vor." (Wilhelm Tell) verfuegten wir jedoch wieder ueber 27 Liter Reserve, womit wir OURURO leicht erreichten. - Da hierzulande mangels klassischer Bildung Schillers Weisheit unbekannt ist - und falls dennoch bekannt, wuerde sich aktiv ignoriert - , kommt niemand auf die extrem entlegene Idee, fuer die Faelle des Stromausfalles einen kleinen HONDA-Generator ( ~ USD 500) bereitzuhalten.
Auch in ORURO nahmen wir in einem modernen Hotel am Busbahnhof eine geraeumige Suite (~ € 35). - Auf der Suche nach dem Hotel bog ich zum Missfallen eines Ordnungshueters rechts ab, es handelte sich um eine - natuerlich nicht gekennzeichnete - Einbahnstrasse. Erneute Debatte um meine Fuehrerscheinkopie. Nachdem ich dem korpulenten und ueberreichlich transpirierenden Polizisten zu seiner Ernuechterung durch Tatortbesichtigung bewies, dass kein Verkehrszeichen die Einbahnstrasseneigenschaft etablierte, zero Backschisch. Er raechte sich jedoch, indem er meine schoen eingeschweisste Fuehrerscheinkopie zerschnitt und Marlenita die Schnipsel triumphierend in die Hand drueckte.
Dies jedoch gereichte uns am folgenden Morgen zum Vorteil, denn bei der naechsten Kontrolle an der Mautstelle Ortsausgang ORURO zeigten wir die Schnipsel vor und erzaehlten, wie "el niño" im Restaurant, wo eine Schere herumgelegen habe, den Fuehrerschein zerschnitten habe. Es kam natuerlich keiner auf die Idee zu untersuchen, ob es sich um die Schnipsel eines Originals handelte. Man empfahl uns hoeflichst, in CBB unverzueglich eine neue "Fahrerlaubnis" (BRD-Untertanenjargon) ausstellen zu lassen.
Nachdem unser gesamtes nur als dreckig zu bezeichnendes Gepaeck einschliesslich der schweren Werkzeugtasche und der Ersatzteile von dem Boy in die Suite gebracht worden war, spazierten wir durch ORUROS Zentrum, wo wir fuer den naechsten Besuch das recht schoene und zentrale GRAN HOTEL SUCRE http://www.hotebol.com.bo/HotelSucre.html auftaten.
Das Abendessen im uns empfohlenen Restaurant NAI JAMA war miserabel und teuer; einen muerrischeren Ober und eine uebellaunigere Koechin brachte nicht einmal ein VEB zu DDR-Tagen hervor, der Kompressor eines grossen PEPSI-COLA Getraenkekuehlschranks direkt neben unserem Tisch ratterte wie ein ausgeschlagener Zweitaktmotor, die Einrichtung hatte wahrscheinlich einmal als Vorbild fuer die Personalkantine eines usbekischen Zuchthauses gedient, die Verabreichung von Marlenes "Steak" an einen Hund oder eine Katze braechte jede(n) in der BRD mit den Tierschutzvorschriften und wahrscheinlich auch mit dem bedachten Tier selbst in Konflikt, Weine wurden (gluecklicherweise) nicht offeriert.
26. Oktober 2007 - ORURO - CBB
Unsere letzte Etappe, 223 Kilometer Asphaltstrasse, hoechster Streckenpunkt 4.496 m ue. NN. Zuerst fuhren wir 40 Kilometer bis CAHIUASI zuegig ueber das Altiplano und gelangten zur dortigen Mautstelle, wo wir eine unabsehbare Fahrzeugschlange, allerdings aus der Gegenrichtung, erblickten. Da die Abfertigung an den Mautstellen zuegig vonstatten geht, konnte sie nicht der Grund fuer diese Stauung sein; diesen erkannten wir wenige Kilometer spaeter in LEQUEPALCA. Dort hatten die Indios aus irgendeinem nichtigen Grund bis kurz vor unserer Ankunft die Nationalstrasse #4 mit Steinen und brennenden LKW-Reifen kunstgerecht blockiert, einige Steine und brennende Gummireste befanden sich, als wir dort anlangten, noch auf der Fahrbahn und mussten im Slalom passiert werden. - In solchen Momenten wuenscht man sich die Praesenz kompetenter Sicherheitsfachkraefte der BLACKWATER WORLDWIDE, deren Dienste auch von dem wichtigsten NATO-Partner gerne in Anspruch genommen werden.
Nach dreieinhalb Stunden Fahrt erreichten wir gluecklich und zufrieden die Heimat COCHABAMBA, das wie stets in gleissendem Sonnenlicht strahlte.
Statistik
# Datum Ort km an km ab Distanz Liter L/100 km
1 17. Okt. Ab CBB 69021
2 Epizana 69164 69164 143 20 14.0
3 Aiquile 69260 69260 96 15 15.6
4 19. Okt. Ab Sucre 69427 69427 167 29 17.4
5 19. Okt. An Potosí 69590 163 28 17.2
6 21. Okt. Ab Potosí 69622 32 14 43.8
7 Cotagaita 69807 69807
8 Tupiza 69897 69911 275 39 23.3
9 21. Okt. An Villazon 70007 70015 110 20 18.2
10 22. Okt An Tupiza 70114 70118 111 18 16.2
11 22. Okt An Allita/Atocha 70298 70298 180 36 20.0
12 23. Okt. Ab Uyuni 70413 70419 121 21 17.4
13 23. Okt An Potosí 70644 70651 225 36 16.0
14 24. Okt. An Lago Poopo 70865 70943 299
15 25. Okt. An Oruro 70987 71000 343 49.5 14.4
16 26. Okt. An CBB 71233 246 35 14.2
2212 km 360.5 L 16.0L/100 km
€ 133.39
€ 0.06 /km
©MATTHIAS BODE
Torres Sofer III, depto. 9 A*
Pedro Borda #1072
esq. Ismael Vásquez
COCHABAMBA/BOLIVIA
CEL: +591-70 71 56 64
TEL/FAX: +591-4-4 53 34 17
LVSABA@HOTMAIL.COM
Time indicated: UTC (=GMT).
*(17°23'03,01''S, 66°09'02,91''W, 2.624 mts. AMSL)
Muchísimos saludos,
don Matías. |
Zuletzt bearbeitet von Don Matías am Do, 15. Nov 2007, 18:00, insgesamt einmal bearbeitet _________________ MATTHIAS BODE
COCHABAMBA/BOLIVIA
17°23'03.01''S, 66°09'02.91''W, 2.624 m ue.NN. |
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| Schoenthal |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 07:20 |
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Anmeldungsdatum: 17.08.2002
Beiträge: 512
Wohnort: Im Gottesgarten Deutschlands
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Zitat: - In solchen Momenten bringt man fuer SADDAM HUSSEINS Methode des Giftgaseinsatzes als Disziplinarmassnahme tief empfundene Sympathie auf.
Dein interessanter Bericht verblaßt vor diesem maßlos verachtenswürdigem, von Menschenverachtung geprägtem Satz.
Was bist Du für ein armes rassistisches Menschlein mit so einem kranken Hirn!
Kein Gruß |
_________________ Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht. |
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| Colt |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 08:41 |
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Anmeldungsdatum: 09.09.2006
Beiträge: 10836
Wohnort: Merzhausen
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| Schoenthal |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 09:37 |
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Anmeldungsdatum: 17.08.2002
Beiträge: 512
Wohnort: Im Gottesgarten Deutschlands
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Na wenn's so ist, Marc, ...
Zitat: Und laß dir von den Schreiern nach politischer Korrektheit nicht das Leben vermiesen! Die rassistische Kelle wird hier in D nur allzuoft ausgepackt...
Edit vom Netzmeister: Sorry, Uli, das ist ein bißchen heftig. Wir haben auch ohne die Bilder alle verstanden, worüber Du Dich aufregst.
... dann passen die Bilder ja! |
_________________ Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht. |
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| Colt |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 09:41 |
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Anmeldungsdatum: 09.09.2006
Beiträge: 10836
Wohnort: Merzhausen
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Also was das soll weiß ich jetzt zwar nicht, aber wenn du das brauchst um den Moralapostel zu spielen, bitte sehr... Es geht hier um einen Reisebericht und nicht um Greultaten in den diversen Kriegen dieses Erdballs!
Schoenthal hat Folgendes geschrieben:
Was bist Du für ein armes rassistisches Menschlein mit so einem kranken Hirn!
Kein Gruß
Beleidigungen haben noch niemand geadelt! |
_________________ Du kannst es dir vorstellen, also kannst du es dir auch bauen...

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| Don Matías |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 12:05 |
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Anmeldungsdatum: 06.10.2006
Beiträge: 307
Wohnort: Cochabamba/Bolivia
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Hola:
Au weia, jetzt wird mir von "Schoenthal" doch die Verleihung der
ERICH MIELKE MEDAILLE DER VOELKERFREUNDSCHAFT
in Gold am Bande
vermasselt, auf die ich so gehofft hatte!
Im Uebrigen bitte einfach dann und wann den Sinn der Begriffe "IRONIE", "SATIRE", "SARKASMUS" rekapitulieren. (GOOGLE hilft dabei.)
Muchos saludos,
don Matías. |
_________________ MATTHIAS BODE
COCHABAMBA/BOLIVIA
17°23'03.01''S, 66°09'02.91''W, 2.624 m ue.NN. |
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| Angela |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 14:18 |
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Anmeldungsdatum: 13.11.2003
Beiträge: 10474
Wohnort: nicht mehr bei Mama!!!
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Ein sehr sehr bildlich, amüsanter und interessanter Reisebericht....
wenn das dieser Satz
Zitat: In solchen Momenten bringt man fuer SADDAM HUSSEINS Methode des Giftgaseinsatzes als Disziplinarmassnahme tief empfundene Sympathie auf.
wäre.....
ich find ihn einfach absolut unpassend und er macht den schönen Bericht kaputt.
@Schoenthal
Man kann es auch anders schreiben
@Colt
ich bin entsetzt!!!  |
_________________ "Was ich mir vorstellen kann,kann Loafi bauen. Was er baut, kann ich mir manchmal nicht vorstellen......."
Ob der Weihnachtsmann Schwabe ist?
wir starten durch: www.oettinger.de |
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| BlackDoKa |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 15:32 |
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Anmeldungsdatum: 09.03.2007
Beiträge: 5110
Wohnort: Mühlhausen
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Wenn sich dann mal alle wieder beruhigt haben wäre es schön wenn don Matias seinen Satz rausnimmt, und/oder umformuliert!!
@Schoenthal
Eine kurze freundliche PM hätte vielleicht mehr bewirkt!
Wäre super wenn du die Bilder wieder rausnehmen könntest!
Ich finde es nicht gut wenn Opfer so zur Schau gestellt werden!
@don Matias
Super lesenswert! wenn dieser besagte Satz nicht wäre!
Gib dir nen Ruck!
Gruß
Oli |
_________________ Gruß
Oli |
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| netzmeister |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 15:57 |
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Administrator
Anmeldungsdatum: 16.05.2001
Beiträge: 11166
Wohnort: 76356 Weingarten
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Was ist heute bloß los...
Matías: In der Tat, den Satz verstehe ich auch nicht. Und nichtmal mit viel Nachdenken kann ich da Ironie rauslesen.
Uli: Nichts desto trotz habe ich Deine Bilder rausgenommen. Wir haben es auch so alle verstanden und können das ganze in aller Ruhe klären. |
_________________ Offroad-Blogs.net
Das Buschtaxi-Veranstaltungs-Blog
Das BUSCHTAXI-TREFFEN - 11.-13. September 2009 |
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| wolli |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 16:16 |
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Anmeldungsdatum: 09.02.2004
Beiträge: 3493
Wohnort: 56567 Neuwied
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Ich verstehe durchaus diesen Satz von Bode.
Und ich denke daß Leute, die derartiges Gedankengut auch nur ansatzweise hegen, hier absolut nichts verloren haben.
Schade um den ansonsten schönen Bericht. |
_________________ wolli |
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| landcruiser |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 16:52 |
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Anmeldungsdatum: 17.05.2001
Beiträge: 7506
Wohnort: outback - Northern Territory of lower saxonia
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Ich denke mit Ironie hat das nichts zu tun.
Ich denke weiter, dass dieser Satz zu entfernen ist.
Ich distanziere mich jedenfalls ausdrücklich von solchen Äußerungen. |
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| netzmeister |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 16:55 |
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Administrator
Anmeldungsdatum: 16.05.2001
Beiträge: 11166
Wohnort: 76356 Weingarten
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| mot |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 17:07 |
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Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 39
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| Was stört denn der bewußte Satz? Seine übrige Ostland-Ritter- und Landserprosa im Hochlandtütü - ganz in der sonstigen Linie dieses Fernwest-Edlen - nimmt daran wohl kaum echten Schaden. Und gefällt ja anscheinend auch noch. dMB hat es unter diesen Umständen doch garnicht nötig, vor sich geschützt zu werden. |
Zuletzt bearbeitet von mot am Fr, 16. Nov 2007, 14:26, insgesamt einmal bearbeitet |
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| DerAustralier |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 17:46 |
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Anmeldungsdatum: 18.06.2002
Beiträge: 2976
Wohnort: Daheim
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genau, DER fehlte noch...  |
_________________ Martin Der Australier
95er HDJ 82 "ONE" (zu verkaufen -->pn) + 93er HZJ 75 "UNE"
meine HP: Landcruising
Stammtisch: HD-Stammtisch BODENSEE |
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| Don Matías |
Verfasst am: Do, 15. Nov 2007, 18:39 |
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Anmeldungsdatum: 06.10.2006
Beiträge: 307
Wohnort: Cochabamba/Bolivia
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Hola:
1. Der beanstandete Satz wurde von mir entfernt! Er wurde durch den - politisch hoffentlich jetzt korrekten - Satz:
"In solchen Momenten wuenscht man sich die Praesenz kompetenter Sicherheitsfachkraefte der BLACKWATER WORLDWIDE, deren Dienste auch von dem wichtigsten NATO-Partner gerne in Anspruch genommen werden."
ersetzt.
2. Ich bedauere auch, vergessen zu haben, dass schwarzer Humor in Deutschland auf wenig Verstaendnis stoesst.
3. Schoen ist es gleichzeitig, erneut beobachten zu koennen, wie Empoerung und Mut mit dem Quadrat der Entfernung zum Schauplatz zunehmen. - Als siebzehn Millionen Deutsche, darunter etliche meiner Familienangehoerigen, die ihrer Lebenschancen beraubt wurden, hinter der befestigten Grenze eingesperrt waren, und als die Iraner im Krieg gegen der Irak das VX abbekamen, herrschte beifaelliges Schweigen der Helden.
4. Es handelt sich nicht um die "ERICH MIELKE MEDAILLE DER VOELKERFREUNDSCHAFT" sondern um die "DONALD H. RUMSFELD* MEDAILLE DER VOELKERFREUNDSCHAFT", die mir jetzt wohl entgehen wird. Ich bitte, die Verwechselung zu verzeihen. *)"During his period as Reagan's Special Envoy to the Middle East (November 1983–May 1984), Rumsfeld was the main conduit for crucial American military intelligence, hardware and strategic advice to Saddam Hussein, then fighting Iran in the Iran-Iraq war." Vgl.: http://en.wikipedia.org/wiki/Donald_Rumsfeld
Ein besonderer Gruss an alle diejenigen, die sich stets im rechten Moment fuer die Menschenrechte weltweit heldenmuetig in die Bresche werfen!
Don Matías. |
_________________ MATTHIAS BODE
COCHABAMBA/BOLIVIA
17°23'03.01''S, 66°09'02.91''W, 2.624 m ue.NN. |
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