1HZ: Die Höhenkompensation
Text und Bilder: Marco Hufschmid
Vorbemerkung
Der Folgende Text bezieht sich auf die EU-Ausführungen HZJ 71, 74, 78 und 79.
Ich möchte unbedingt darauf hinweisen, daß eine Einspritzpumpe ein sehr komplexes Aggregat ist und rate jedem Laien (dazu zähle ich mich auch), Eingriffe an der Einspritzpumpe dem Fachmann zu überlassen. Auch versierte TOYOTA-Händler geben die Pumpen in entsprechenden Fällen einem Fachbetrieb, der über die nötigen Testeinrichtungen und know-how verfügt.
Trotzdem möchte ich in diesem Beitrag ein paar Details zum Thema Höhenkompensation aufzeigen, jedoch alles ohne Gewähr und ohne Anspruch auf 100%-tige Richtigkeit meiner Ausführungen !!!
Zweck und Funktion der HAC
Die Höhenkompensation reagiert auf abnehmenden Luftdruck und soll verhindern, daß zuviel Brennstoff eingespritzt wird, der in höheren Lagen gar nicht richtig verbrannt werden kann. Dies geschieht mittels einer Membrane in einer Druckkammer die sich an der Einspritzpumpe befindet. An der Membrane befestigt ist ein Hubkolben mit einer konisch/exzentrischen Fräsung im unteren Bereich.
Dazu folgende Bilder:
Membrane:
Geöffnete Druckkammer mit Membrane:
Hubkolben mit Membrane:
Auf diesen Hubkolben wird ein Stift gedrückt der wiederum die Vollast-Einspritzmenge regelt. Damit das System richtig arbeitet, sind diverse Einstellparameter zu berücksichtigen, siehe dazu als Beispiele folgende Zeichnungen und Fotos:
Auch "Beilegescheiben" und "Führungsbuchse" dienen der Einstellung:

- zum Vergrößern bitte draufklicken -
Wert "X" wird durch drehen der Membrane und damit des Hubkolbens verändert:

"Beilegscheiben":

"Führungsbuchse":

Mit der von aussen einstellbaren, schräggeschnittenen "Scheibe" wird der Anschlag des Hubkolbens justiert:


Man kann anhand dieser Beispiele leicht feststellen, dass eine Überprüfung der Pumpeneinstellung oder deren Veränderung nicht ganz einfach zu bewerkstelligen ist.
Hier trotzdem ein paar Tips, falls euer Buschtaxi an "Höhenkrankheit" leidet:
(keinesfalls als Aufforderung zum "Selber mal rumschrauben" gedacht!!!)
1. Mittels eines Abgastesters feststellen , ob evt. die Pumpe grundsätzlich zu mager eingestellt ist (unter gesetzlichem Wert) wenn ja durch hineindrehen der Vollasteinstellschraube (Achtung nur immer ca. eine Vierteldrehung!) den Wert zumindest bis an die erlaubte Grenze erhöhen.
2. Grundeinstellung des Wert "X" kontrollieren und gegebenenfalls ändern (siehe dazu Werkstatthandbuch; Drosselklappen-Sensor muss mit Trägerplatte demontiert werden, geht bei eingebauter Pumpe sehr schlecht!)
3. Auf gut Glück kann man (nachdem zuerst Markierungen angebracht worden sind!) die angeschrägte "Scheibe" am Druckkammerdeckel und damit den möglichen Weg des Hubkolbens verändern; je weniger Weg dem Kolben frei bleibt umso geringer tritt die AHC in Erscheinung, sprich die Brennstoffzufuhr wird nicht so stark zurückgeregelt.
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