Text und Fotos: Wolfgang Lindackers
Die Front und der Unterboden des Worldcruisers waren fertig. Meine Motivation kannte keine Grenzen.
So zog ich auf zu neuen Taten in die Halle und stand plötzlich vor einem ernsthaften Problem
Gut! Nutzen wir die Zeit und beauftragen andere, die für uns die Arbeit machen. Die faulen Einrichtungsbretter brachte ich zum Schreiner meines Vertrauens mit den Worten „Mach mal neu!“
Dann war da noch eine Eberspächer Standheizung D1L (wir erinnern uns- ohne Funktion).
Der Fehler war schnell gefunden. Zwei Kondensatoren im Steuergerät sahen aus wie ein gerade explodierter Feuerwerkskörper. Das war ein Fall für den Lötkolben- Artisten. Die Heizung war ursprünglich in den Motorraum gebaut und die warme Luft wurde dann durch 530m Pappschlauch kreuz und quer von rechts nach links um den Rahmen nach erfolgreicher Abkühlung in den Innenraum geleitet.
Eine bessere Lösung musste her. Ich fand dann noch einen Platz im Innenraum. Der Arbeitsanzug war zwischenzeitlich aprilfrisch aus der Wäsche, so konnte ich endlich mit dem Heizungseinbau beginnen.
Das Ding mit der Frische hatte sich schnell erledigt, denn beim Einsetzen der Dosierpumpe in die Dieselleitung flutschte mir die Leitung aus den Fingern und den Rest brauche ich dann auch nicht mehr erzählen. Ende vom Lied war, alles stank nach Diesel.
Dafür funktionierte die Heizung bestens. So konnte ich die Wärme gleich nutzen, um die frische Farbe auf den Radkästen zu trocknen.
Anschließend montierte ich die Bretter für die Einrichtung wieder auf den Radkästen.
Die Tatsache, dass jeder von Außen sehen konnte, was drinnen los ist, war uns schon von Anfang an ein Dorn im Auge.
Die Scheiben mussten verdunkelt werden. Um diese mit einer Tönfolie zu bekleben, hielten wir es für sinnvoll, die Scheiben besser auszubauen.
Rost haben wir dabei kaum gefunden und der Zustand des Hardtops war durchaus annehmbar.
Nun war es an der Zeit, die Außenarbeiten fertig zu stellen. Der Staukasten für die Gasflaschen...
...wurde entrostet und wieder hergerichtet.
Die Bleche hinter dem Einstiegsbereich wurden noch eingespachtelt und letztendlich etwas Farbe mit Rolle und Pinsel aufgetragen.
Nach dem Einsetzen der Scheiben konnte endlich mit der Einrichtung angefangen werden. Der erste Schrank wurde ins Auto gewuchtet und verschraubt.
Alles passte. Die Standheizung hatte ich so positioniert, dass sie im Schrank verschwindet. Das machte das Laufen der Heizung leiser.
Leider war da noch das Problem mit der Elektrik. Die sauber gemischten Kabel mit 12V und 230V machten keinen vertrauenserweckenden Eindruck.
Ich brauchte einige Zeit, um die Kabel ihrer Funktion zu zuordnen. Die Krönung allen Kabelsalates war allerdings die 12 V Versorgungsleitung für den Campingbereich. Ganze 2,5 Quadrat für Standheizung, Kühlschrank, Wasserpumpe, Licht und Steckdose. Man könnte so was auch „Zündschnur“ nennen. Hier bestand Handlungsbedarf. Die Verkabelung wurde erneuert. Alle Verbraucher bekamen einen separaten Schalter,...
...welche über den Sicherungskasten einzeln abgesichert wurden.
Es sind jetzt zwar mehr Kabel, aber der Faktor der Beruhigung war mir doch wichtiger.
Langsam nahm die Einrichtung wieder Formen an. Spüle und Herd wurden eingebaut und angeschlossen.
Von der Erneuerung der Trinkwasseranlage habe ich leider keine Bilder. Dafür vom Herd. Für die Gasprüfung waren noch einige Kleinteile nötig, wie Schläuche, Druckminderer, Ventile, usw.
Nach der Montage der Sitzgelegenheit war die Einrichtung komplett.
Das sollte für den TÜV reichen. Wir wollen ja erstmal nur die Plaketten haben.
In gebückter Haltung, bewaffnet mit Honig und Puderzucker und voller Zuversicht machten wir uns auf Richtung TÜV.
-->weiter gehts in Teil 4...







