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Irgendwas stimmt doch hier nicht!

Text und Fotos: Rolf Gregg

 

Servus Herrschaften,

 

nun ist es wohl wieder Mal an der Zeit ein kleines Update in Sachen „Bubenachse“ zu posten.

 

Nachdem die Federn eingebaut, und die richtige Länge der Dämpfer ermittelt war, wurden dieselben flux bestellt und auch umgehend geliefert.

 

Ich hab mich in diesem Fall für Rancho`s der 5000er Serie (23 cm Federweg) entschieden, da der Runner ja vorwiegend auf der Straße bewegt werden soll und sie auch in jeder Lage einbaubar sind.

 

Sicher kann man über die Marke und das Modell streiten, aber das soll hier nicht der Zweck dieses Berichts sein. Und wer andere bevorzugt, soll eben die nehmen.

 

Na, jedenfalls war der geplante Einbau vor der Achse nicht machbar, da sie dort im Weg waren. Also kurzerhand umdisponiert und die Dinger hinten reingepfriemelt.

 

Das größte Problem waren eigentlich nur diese verstellbaren Federteller. Einfach hinbraten ging nicht, ohne die Verstellmöglichkeiten zu beschränken, zumal alles doch recht eng da vorne ist.

 

Ich hab mich dann für ein 80x80x5 Stahlrohr entschieden, das wie unten ersichtlich einfach diagonal aufgetrennt wurde.

 

 

Nur noch die Aussparungen für die Federtellerschrauben berücksichtigt und sie waren fertig. Die Lage der Dämpferhalterungen ergab sich automatisch durch die oben erwähnten Schrauben.

 

 

Viel mehr Probleme machten mir jedoch die unteren Stoßdämpferaufnahmen. Da sie vorher nicht einplanbar waren, mussten sie nun irgendwie einen geeigneten Platz finden (wobei mir die jetzige Lösung auch noch nicht 100%ig gefällt, aber das ändere ich später....)

 

Nach ca. 3 Std hin und herprobieren, mehreren misslungenen Versuchen und Versionen bin ich dann einfach mal bei nem kräftigen U-Profil mit Knotenblech geblieben. Klar, halten wird das allemal, aber schön ist es irgendwie nicht.

 

 

Als dann alles geschweißt und wieder mal grundiert war, bastelte ich alles zusammen und siehe da, es passte.................

 

 

Um die Frage, warum die Dämpfer kopfüber verbaut wurden, gleich vorweg zu nehmen: es war in diesem Fall nicht anders machbar. Einfach weil die Staubmanschetten mit einem Durchmesser von über 70 mm innen an der Dämferaufnahme streifen würden und somit innerhalb kürzester Zeit durchgescheuert wären..................

 

Nun ja, nächstes mal eben ein 100x100x5 Rohr nehmen............

 

Eigentlich hätte nun alles fertig sein sollen. Noch kurz zum Reifenknecht um die Ecke, die Spur einstellen und die ganze Sache ist vom Tisch..........

 

Nee, nee, hätte ich gerne gehabt, war aber nich........
Dieser besagte Reifenmensch residiert ca. 600 m von mir entfernt. Schon auf der Fahrt bis dahin war irgendwas komisch..............

 

Man ist ja vorsichtig und tuckert das erste Mal ganz langsam aus der Werkstatt. Da kam mir das irgendwie schon alles etwas komisch vor. Jedes mal wenn die Achsen nur unwesentlich in den Federn arbeiteten, hatte ich das Gefühl das ganze Auto bewegt sich quer zur Fahrtrichtung. Will heißen, man hat den Eindruck die Straße zappelt links rechts vor einem her.

 

Erster Gedanke: irgendwas ist nicht richtig fest. Vorsichtig zurück und wieder alles nachgezogen. Überall gewackelt, gerüttelt und gerissen, aber nein, alles bombenfest............

 

Vielleicht die Spur ???? Dass der Wagen mal Links dann wieder Rechts mehr Gripp bekommt, da die Spur nur provisorisch mit dem Meterstab ( ok, dann eben 2m-Stab) eingestellt wurde...........

 

Selbst nach dem Spureinstellen war diese Unart nicht weg...............

 

Großes Grübeln und wieder andere Meinungen einholen......... ein böser Verdacht keimte in mir auf.

 

Erinnert ihr Euch an dieses Bild??????

 

 

Schaut Euch doch mal die Lage des Panhardtstabes an. Jaja, nun kam auch mir die Erleuchtung.

 

Je steiler der Stab steht, desto mehr Weg muss der Rahmen und die Achsen machen, wenn das Fahrzeug einfedert.

Klar, weiß jeder, nur kommt keiner auf Anhieb drauf, der das Problem nicht schon selber mal hatte.....

 

Gut, der Panhardtstab muss also so waagerecht wie möglich sein. Die untere Aufnahme erhöhen??? Geht nicht, dann schlägt sie nach 4 cm Federweg auf dem Rahmen auf.

 

Ok, dann eben die am Rahmen, Ätsch, geht auch nicht, das selbe Spiel, trifft dann zu früh die Achse.

 

Also wieder großes Gegrübel...........................

Na dann eben anders. Wenn die Aufnahmen nicht parallel machbar sind, muss eben der Stab den Höhenunterschied ausgleichen.

 

Nach kurzer Rücksprache mit dem verantwortlichen TÜV-Menschen gab es eine Option: Wenn das ganze solide und stabil ist, steht einem gebogenen Panhardtstab nicht im Wege.

 

Zur Sicherheit noch kurz unter einen neuen Lkw geschaut, und siehe da, dar sieht da auch aus wie ein dicker Knicktrinkhalm.

 

30 mm C42K sollten reichen um das bisschen 4-Runner zu stabilisieren.
Ein kleines Drahtmodel gebastelt, alles auf ungefähre Länge gesägt und ab unter die Presse.

 

Bei 84 to Druck, gab das Rundmaterial dann endlich zwischen den beiden Prismen nach. Daraufhin die Augen wieder ordentlich angeschweißt, die Lager eingedrückt und das Kunstwerk war fertig.

 

 

Und siehe da, es funktioniert. Mehr Platz an der Ölwanne, dem Diff und sieht auch noch richtig gut aus............

 

 

und

 

Ich hab nun alles wieder eingebaut, gefahren bin ich aber so noch nicht.

 

Wird morgen noch mal zum Spureinstellen gebracht, dann sehen wir weiter...................

 

Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut..................

 
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