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Raus mit der Mädchenachse, her mit der Bubenachse!

Text und Fotos: Rolf Gregg

 

Servus Herrschaften,

 

wie der eine oder andere sicher schon mitbekommen hat, bin ich persönlich nicht unbedingt ein Freund der „Mädchenachse“. Nun ist es aber leider so, dass mein geliebter 4-Runner ja genau Diese verbaut hat. Also blieben mir nur 2 Möglichkeiten:

 

a)  4-Runner verticken und einen 80er beschaffen (was angesichts der vielen „ich kaufe Deine Auto, zahle gute Preis“ – Händler und der 3 l-Maschine mit Euro 2 nicht unbedingt leicht ist).

 

oder

 

b) Man packt das Übel an der Wurzel (der Rest vom Auto ist ja einwandfrei) und fummelt dem 4-Runner ne ordentliche Bubenachse drunter.

 

Nach 4 Monaten Autoscout, Autorola und Mobile–Stress kam mir am Ende doch der Gedanke, dass doch eigentlich Plan B der einzig wahre wäre.

 

Gut, dann also ans Werk; wenn man seine eigene Faulheit mal überwunden hat, ist fast alles machbar.

 

Erst mal alle Teile in diversen Foren, Marktplätzen und über befreundete Kontakte besorgt.

 

Der kleine Einkaufszettel:

1 KJ-Vorderachse,

1 KJ-Hinterachse,

1 Hilux-Vorderachse,

1 paar KJ-Achslenker vorne,

1 kompletter Satz HDJ80-Federn

ne neue Rolle Schweißdraht, jede Menge Sauerstoff und Gas,

ein paar Stahlbleche, U-Profile und Winkel

und zum Schluss noch 5 Pfund Kaffee.

 

Dann konnte es los gehen.

 

Nachdem der ganze Wagen mal sicher auf Böcken stand, konnte ich mich mal ans Zerlegen machen................


 

Nach ca. 3 Std. sah der ganze Vorderbau dann so aus, und es lagen jede Menge Toyota-Teile rum.................   


 

Man sollte nicht glauben wie viel Teile so ne „Mädchenachse“ hat.

 

 

Bis dahin war ja Alles noch richtig easy.

 

Nun ging es aber darum, auch die letzen Zeugen des Übels zu entfernen.

 

Da ich flexen nicht unbedingt für die effektivste Methode bei solch groben Arbeiten halte, entschied ich mich bei dem weiteren Arbeitschritt für die gute alte Schlauchbohrmaschine.

 

Sauber, effektiv, und schnell (Achtung !!!!! bei mangelnder Erfahrung bitte vorher etwas an Nachbars Terrassengeländer üben)

Hier nun die Überreste und das verschliffene Ergebnis

 

 

 

Nun waren natürlich die ersten 8 Stunden vorbei, und es gab keinen Weg mehr zurück.

 

Aber wie unser Ex-Landesvater mal so schön sagte: Wir können alles, außer Hochdeutsch......

 

Nun ging es darum eine 84er Hilux-Vorderachse so umzupfrimeln, dass sie in den 4-Runner passte.

 

Nach längerem Hin und Her, unzähligen Tassen Kaffee und dem einen oder anderen Telefonat lag das Ergebnis endlich fertiggeschweißt auf den Böcken:

 

Hilux-Vorderachse mit Highpinion, KJ-Lenkarmen und Hilux-Anlenkung. Alles schön stabil verschweißt mit dem etwas stabileren Nachbau der KJ-Achslenkeraufnahmen.


 

Um das Ganze auch schön stabil mit dem Wägelchen schweißen zu können, musste noch standesgemäße Längslenkerböcke her.
Man nehme eine ordentliche Blechplatte, schneide ein paar fantasievolle Abwicklungen heraus und verforme das ganze kalt in die gewünschte Form...................

 

Taataataata.......fertig

 

 

Nun ist es eigentlich wie LEGO bauen. Man weiß wo ales hin muss, setzt es zusammen, vermisst es so genau wie möglich und brutzelt das Ganze schön mit Verstärkungen und Knotenblechen zusammen

 

 

Da die Achse auch seitlich geführt werden muss, kam mir die Idee, von einem größeren Artgenossen Teile zu benutzen.


Runter in die Tiefen der Grube und die übrige Unimog-Achse gesucht. Ja !!! da war der Panhardt-Stab noch dran.

 

Hier etwas weg, da ein wenig dazu, eine schöne Aufnahme gebaut und fertig war die seitliche Achsführung.

 

 

Nachdem, für den Anfang, alles mit etwas Grundierung besprüht wurde, konnte alles zum ersten Mal zusammengebaut werden, und siehe da.............

 

................................................passt doch, warum den nicht gleich so!!!!!!!

 


Leute, ehrlich, was war ich froh, als der ganze Mist zusammen war. Was sollte ich denn mit nem 4-Runner ohne Vorderachse machen ??????????

Vor so etwas hätte man ja nicht mal mehr nen Esel zum ziehen binden können und soviel Schnee haben wir auch nicht, dass es sich lohnen würde, nen Schlitten drunterzuschrauben.

 

Das waren heftige 14 Tage Arbeit bis dahin. Mit jeder Menge Grübelei und endlosen Telefonaten ..........

 

An der Stelle gleich mal Herzlichen Dank an Angela, Jan, Mark und Peter.

 

Ohne deren fachliche und moralische Unterstützung würde ich heut wahrscheinlich noch in der Werkstatt sitzen und mir überlegen, wie rum die blöde Achse wohl reingehört..............................

 
In Kooperation mit

Das Buschtaxi-Treffen 2008 vom 05.-07. September 2008!
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