Fetzendach auf dem LJ73
Text und Fotos: Gerhard Epple

Bild 1 zeigt sämtliche Spriegel und Befestigungshilfen, die bei meinem Stoffdach dabei sind:
An der Wand lehnend der Spannbügel.
Ganz außen die Klips-Leisten, welche an den Befestigungspunkten des Hardtops verschraubt werden.
Die beiden gepolsterten Stangen werden mit dem Gurtträgerbügel f.d. hinteren Sitze verschraubt.
Die beiden kleinen Aluleisten sind am Überrollbügel hinten zu befestigen, sie besitzen ein offenes Rundprofil, in welches das Stoffdach eingeschoben wird.
Die große Alu-Leiste in der Mitte wird am Scheibenrahmen befestigt, ebenfalls in den Original-Befestigungspunkten des Hardtops.


Bilder 2 und 3:
Stoffdach mit allen Teilen.

Bild 4:
Nach Abnahme der Zierleiste und der seitlichen Kunststoffabdeckung gelangt man an die 4 Schrauben, welche das Hartop mit dem Scheibenrahmen verbinden.

Bild 5:
Ebenfalls 4 Schrauben halten das Hardtop am Überrollbügel, die nach Abnahme der Kunststoff-Stopfen zugänglich werden.

Bild 6:
Blick von unten in die innere Bordwand. Man erkennt links einen Zentrierdorn, der das Hardtop in Position hält, daneben die Schraubenöffnung, durch die die Befestigungsschrauben Hardtop und Aufbau verbinden.

Bild 7:
Das Hardtop ist nun vollständig gelöst, es liegt nur noch am Aufbau auf. Die Befestigungsschrauben, welche sich unter dem Schriftzug „FRP-Top“ befinden, sind auch schon draußen. Bei der Entfernung dieser ist besondere Vorsicht angebracht, weil die Kunststoffabdeckungen verdammt bockig sind.
Bevor man das Hardtop herunterhebt, nimmt man praktischerweise den Reservereifen ab und entfernt die Steckscheiben der hinteren Türen. Zur Abnahme des Daches sollte man zu zweit sein, es sei denn, man verfärbt sich zeitweise grün…

Bild 8:
Beim Entfernen der Steckscheiben ist unbedingt die Innentapezierung zu lösen. Bevor man die Steckscheibe herausziehen kann, müssen noch die elektrischen Anschlüsse der Scheibenheizung abgezogen werden.
Am Bild sieht man die bereits montierten Abdeckungen für die Löcher, die die Steckscheiben hinterlassen.

Bild 9:
Hier sieht man den vorderen Scheibenrahmen mit der bereits montieren Aluleiste, welche das Stoffdach am Scheibenrahmen hält.

Bild 10:
Verschraubt an den Befestigungspunkten des Hardtops, die (ich nenn sie so) „Klipsleisten".

Bild 11:
An der Gurtaufnahme wird der Spriegel angebracht. Sorry, aber die Ungeduld, das ganze fertig zu sehen, ließen es nicht zu, sich hier kurzerhand Rostbekämpfungsmaßnahmen zu widmen.
Wird eine Winterarbeit…

Bild 12:
Diese Leiste wird an der Rückseite des Überrollbügels mittels 5 Blechtreibern befestigt. Sie besitzt eine Art offenes Rundprofil, in welchem das Stoffdach von oben eingeschoben wird.
Einziger Trost für alle Freunde des Löcher-in-meinen-Aufbau-bohrens: Diese Löcher liegen innen, sind somit weniger dem Appetit des braunen Todes ausgesetzt.

Bild 13:
Leider schlecht zu erkennen, wo diese Leiste angebracht wird. Weiters, auch schlecht zu erkennen: an der serienmäßigen Überrollbügelei, welche die hinteren Gurte aufnehmen, werden die horizontalen Zusatzträger verschraubt. Wenn man genau schaut, sieht man hinter dem horizontalen, grauen Rohr etwas weißes hervorleuchten; das ist jenes Rohr, welches bis nach hinten zum Spriegel durchgeht.

Bild 14:
An den hinteren Türen sind die Gegenstücke zu den Druckknöpfen mittels Belchtreibern zu befestigen. Ich finde, das ist keine schöne Lösung. Wenn die Türen im Winter verwendet werden sollen, dann rostets hier bestimmt massiv, egal, welchen Aufwand man zwecks Rostvorsorge treibt.
Möglicherweise krieg ich gebrauchte Steckscheiben; wenn man die Scheiben herausnimmt und die Rahmen horizontal so abschneidet, dass nur eine Leiste mit den Befestigungslaschen für die Verschraubungspunkte in den Türen übrig bleibt, könnte man da die Druckknöpfe einbohren. Dann wäre von einem Autosattler noch das Verdeck hinten ein wenig zu kürzen, und neue Druckknöpfe zu setzen.
Nachdem ich mein Auto ohnedies instand setzen lassen will, könnte man die Löcher wieder dauerhaft und rostbeständig verschließen.
Bild 15:
Noch so eine Schmerzstelle. Ein Loch im Windschutzscheibenrahmen links, eines rechts. In mir keimen Überlegungen auf, mir einen „Winterwindschutzscheibenrahmen" zuzulegen…

Bild 16:
Und fertig ist das ganze. Töchterchen wartet schon auf die Probefahrt...
Und noch ein paar Bilder:




